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Nächster Termin

Vortrag zum Thema "Das Testament des Immobilieneigentümers"

von Erbrechtsanwalt Anton Bernhard Hilbert am 30. Januarr

Zum Informationsvortrag über ein erbrechtliches Gestaltungsthema lädt Haus & Grund Hochrhein e.V. seine Mitglieder herzlich ein. Die Veranstaltung findet statt am 30.01.2018 um 19:00 Uhr in der Geschäftsstelle, Rheinstraße 1 in Waldshut.

Referent ist der Vereinsvorsitzende, Rechtsanwalt Anton Bernhard Hilbert, Waldshut-Tiengen. Er ist als Fachanwalt für Erbrecht, zertifizierter Unternehmensnachfolgeberater und Schiedsrichter für Erbstreitigkeiten ein ausgewiesener Spezialist im Bereich des Erbrechts und der Vermögensnachfolge. Der Immobilieneigentümer kann seinen Nachlass nicht der gesetzlichen Erbfolge überlassen. Andernfalls drohen nicht nur die Zerschlagung eines Lebenswerkes, sondern auch Versorgungslücken des überlebenden Ehegatten und steuerliche Nachteile. Die Errichtung eines Testaments ist für jeden Immobilieneigentümer ein schieres Muss. Hilbert erläutert in seinem Vortrag unterschiedliche Testamentsformen, die Ziele einer testamentarischen Regelung und stellt die Instrumente vor, die für die Zielerreichung hilfreich sind. Dargestellt werden die Erbeinsetzung und die Enterbung, der Pflichtteil und der Pflichtteilsergänzungsanspruch, die Vor- und Nacherbschaft, die Testamentsvollstreckung, das flexible Vermächtnis, die Teilungsanordnung und die Auflage als testamentarische Gestaltungsmöglichkeiten in Abgrenzung zur gesetzlichen Erbfolge.

Der Experte wirft auch einen Blick auf die unterschiedlichen ehelichen Güterstände und ihre Folgen sowohl für die Erbquote als auch für die unterschiedliche Belastung mit Erbschaftsteuer. Hilbert wird beispielhafte Testamente für unterschiedliche Lebenssituationen präsentieren – junge Familien, Patchworkfamilien, kinderlose Eheleute und Immobilieneigentümer im gesetzteren Alter mit arrivierten Kindern.

Im Anschluss an den Vortrag darf diskutiert werden.

Anmeldung

Die Zahl der Plätze in der Geschäftsstelle ist beschränkt. Berücksichtigt werden können nur angemeldete Teilnehmer. Anmeldungen bitte schriftlich an Haus im Grund Hochrhein e. V., Rheinstraße 1, 79761 Waldshut-Tiengen, telefonisch unter (07751) 7676 oder per E-Mail .
Rückblicke 2017
26.10.2017 - „Einbruchgefahren und Einbruchschutz“
23.09.2017 - Tag der offenen Tür
01.07.2017 - Sommerausflug ins Kinzigtal
11./12.05.2017 - Zentralverbandstag
Mai 2017 - Vitra Besichtigung, Weil am Rhein
27.04.2017 - Mitgliederversammlung
25./26.3.2017 - IMMO-Messe
07.12 Der Turbo des Berliner Testament
Der „Turbo“ für das Berliner Testament
Erbrechtsvortrag von Haus & Grund Hochrhein e. V.

„Tipps zum Testament des Immobilieneigentümers“ war der Titel einer Vortragsveranstaltung von Haus & Grund Hochrhein e. V.am 7. Dezember in der Geschäftsstelle, Rheinstraße 1 in Waldshut-Tiengen. Als Referenten hatte der Immobilienverband den erfahrenen Fachanwalt für Erbrecht Anton Bernhard Hilbert aus Waldshut-Tiengen gewinnen können.

Hilbert machte klar, dass Immobilieneigentümer das Schicksal ihrer Grundstücke und Gebäude nicht dem gesetzlichen Erbrecht überlassen könnten. Es seien weise Testamente erforderlich, damit die hart erarbeitete Immobilie nicht an der „teuflischen Dreifaltigkeit“ aus Pflichtteil, Erbengemeinschaft und Erbschaftsteuer zerschlagen werde.

Wichtigstes Regelungsziel eines gemeinschaftlichen Ehegattentestaments sei die Absicherung des überlebenden Ehegatten, so Hilbert. Die werde grundsätzlich durch das so genannte Berliner Testament erreicht. Das Berliner Testament sei deshalb die bei weitem beliebteste Testamentsform in Deutschland. Hilbert stellte die Urform des Berliner Testaments im Wortlaut dar.

Allerdings, so der Referent, habe das Berliner Testament auch erhebliche Nachteile. Der überlebende Ehegatte sei unter anderem durch Pflichtteilsansprüche der Kinder, aber auch durch die Erbschaftsteuer in seiner Lebensgrundlage möglicherweise gefährdet.

Durch sinnvolle Ergänzungsregelungen könne dem Berliner Testament aber sozusagen der „Turbo“ verpasst werden. Mit dieser Aufrüstung sei es auch mit dem Berliner Testament möglich, solchen Gefahren zu entkommen oder sie wenigstens zu entschärfen.

Zu den empfehlenswerten Turbo-Regelungen gehöre, so Hilbert, das erst vor wenigen Jahren entwickelte „Supervermächtnis“, mit dem der belastenden Erbschaftsteuer der Zahn gezogen werden könne.

Die gefährliche Erbengemeinschaft könne vermieden werden, indem nur eines der Kinder als Erbe eingesetzt, die übrigen enterbt, aber zum Ausgleich mit einem Vermächtnis bedacht würden.

Hilbert wies allerdings darauf hin, dass die damit verbundene Zurücksetzung der übrigen Kinder zu schweren Konflikten unter den Geschwistern führten. Sinnvoll und friedensstiftend sei es deshalb, die Kinder immer zu gleichen Teilen als Erben einzusetzen. Die individuelle „Feinverteilung“ könne durch ergänzende Anordnungen, beispielsweise der Testamentsvollstreckung, aber auch von Vermächtnissen oder Teilungsanordnungen, vorgenommen werden. So ließen sich die Risiken sowohl der Erbengemeinschaft als auch der Erbschaftssteuer weitgehend beherrschen. Auch für solche Gestaltungsmöglichkeiten gab der Referent Textvorschläge.

Hilbert wies darauf hin, dass kein Fall wie der andere sei. In seiner Berufspraxis habe er überschlägig mehr als 2.000 Testamente gestaltet. Keines sei wie das andere gewesen. Er warnte davor, Textvorlagen aus dem Internet einfach zu übernehmen, ohne sich über die Folgen genau im Klaren zu sein. Schließlich wünsche sich ein jeder, dass sein Testament Frieden und Eintracht bei den Erben stifte.
Die Investition in ein gutes Testament erspare jahrelangen erbitterten Erbschaftsstreit. Prozesse um die Erbschaft gehörten zu den erbittertsten und teuersten Streitigkeiten, warnte Hilbert. Die Prozesskosten beliefen sich auf ein Vielfaches der Kosten für eine Gestaltungsberatung durch einen Fachanwalt für Erbrecht. Der achte immer darauf, mit klaren Regelungen nicht nur dem Streit vorzubeugen, sondern auch sowohl das Familienvermögen als auch den Familienfrieden bestmöglich zu erhalten und die Wünsche seines Mandanten genau in sein Wunschtestament umzusetzen.